Luzerner Theater. 16.09.16 – 09.11.16

Iscenesættelse: Anja Behrens
Dramatikere: Sophokles, Euripides & Aischylos
Bearbejdning: John von Düffel
Scenografi og kostumedesign: Karin Gille
Dramaturg: Hannes Oppermann
Musik: SØS Gunver Ryberg
Lyd: Gregor von Wyl
Lysdesigner: David Clormann

Medvirkende: Yves Wüthrich, Adrian Furrer, Alina Vimbau Strähler, Wiebke Kayser, Jakob Leo Stark, Lukas Darnstädt, Verena Lercher, Sofia Elena Borsani, Matthias Kurmann, Mirza Sakic, Christian Baus

Luzerner Zeitung:
“Während alle Welt politisches Theater macht, vertraut das Luzerner Theater bei der ersten Sprechtheaterpremiere dieser Saison auf die Kraft einer alten Geschichte. Das ist grossartig.”

Tages-Anzeiger:
“So entweicht fast jede Heiligkeit aus dieser Klassik, und zurück bleibt eine dichte, nervenaufreibend vibrierende Theaterpartitur. Das Ensemble, neu zusammengestellt von der Schauspielchefin Regula Schröter, absolviert sie hellwach und in oft leiser, aber flackernder Sprache – und aus den Archetypen werden nahbare, heutige Figuren.”

Radio SRF1:
“Die 11 Schauspielerinnen und Schauspieler haben keine einfache Aufgabe, hat es doch in «Ödipus Stadt» viele Protagonisten auf der Bühne. Trotzdem schaffen sie es, jedem Charakter innerhalb von kurzer Zeit Tiefe zu geben. Das ist beeindruckend. Das Ensemble, das in verschiedenen Choreografien auch körperlich an die Grenzen geht, bringt frischen Wind ins Haus und macht Lust auf mehr.”

zentralplus:
“Als das Licht ausgeht, zeigt das Publikum nach einem tiefen Atemzug seine Begeisterung. Es wird gejubelt und «Bravo» gerufen, die Schauspieler haben glasige Augen und der ältere Herr neben mir auf dem Sitz wendet sich plötzlich zu mir und sagt mit lachendem Gesicht: «Endlich wieder richtiges Theater.»”

kulturteil:
“Einer der gelungensten sprachlosen Momente: die Ödipus – Söhne ringen um die Stadt, ihre Körper tuns zwiespältig: fallend stützen sie sich, stehend drücken sie sich, vereinen und zerfleischen sie sich in Bruderliebe. Und bald liegen zwei weitere Leichen herum. Die lassen sich nicht so leicht wegklicken wie auf Newsportalen. Währenddessen bangt Iokaste, die Mutter der beiden, auf dem engen Horizont ihres anfänglichen Klotzes verbleibend um die Familie.”